Interview mit Frau Dr. Bergner

Das Vacom-Internat wird von der Firma VACOM Steuerungsbau&Service GmbH betrieben. Die Firma Vacom ist eine mittelständige Technologiefirma aus Ostthüringen. Das Unternehmen ist ansässig in Jena. Mehr Informationen zu den Unternehmen findet ihr auf der Homepage. Die Firma untersteht der Leitung von Frau Dr. Bergner. Wir haben ihr im Rahmen eines Interviews einige Fragen zum Internat gestellt.


Wie ist die Idee entstanden, das Internat zu betreiben?
Ich wusste, dass die Notwendigkeit eines Internates nahe der Schule bestand. Als wir dann das Gebäude im Schreckenbachweg 8 erwarben, wusste ich, dass wir nicht alle Räumlichkeiten gebrauchen werden. So schlug ich Herrn Dr. Müller vor, ein Internat dort einzurichten. Er war sofort begeistert von der Idee. Da die Schule selbst keine Möglichkeiten hatte, ein eigenes Internat zu betreiben, beschloss ich die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Des weiteren war ich selbst an der Spezi und finde es eine Selbstverständlichkeit, wenn man sich an seine Wurzeln zurückbesinnt und auch etwas Gutes für seine alte Schule tut. Diese Philosophie ist vor allem in den USA gängig. Dort ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man sich seines Ursprungs besinnt und diese Einrichtungen unterstützt.
Ich möchte damit als Bespiel für andere Firmen dienen. Das Internat hat uns bisher viel Freude, aber auch einiges an Ärger eingebracht.


Ergeben sich für die Firma Vorteile durch die Zusammenarbeit mit dem Internat?
Nein, aber es ergeben sich auch keine Nachteile. Das Internat ist gewinnneutral. Wir haben nur darauf geachtet, dass das Internat kostendeckend arbeitet. Der Rest ist unser gesellschaftliches Engagement.

Inwiefern haben Sie Einfluss auf die Entscheidungen, die im Internat getroffen werden?
Solange im Internat alles in Ordnung ist, kann die Internatsleitung weitestgehend selbst entscheiden, was passiert. Wenn es jedoch Probleme, z.B. mit Schülern gibt, läuft das natürlich auch über meinen Tisch. Die letzte Entscheidung bei wichtigen Fragen treffe ich.

Würden Sie rückblickend noch einmal so ein Projekt in Angriff nehmen?
Warum nicht? Denn ich wusste, dass die Notwendigkeit bestand.

Gibt es Pläne, das Internat in Zukunft zu erweitern?
Das Internat war schnell zu klein. Wir hatten die Idee, das Internat zu vergrößern. Die Erweiterung des Internats ist nur im Einklang mit der Entwicklung der Schule und der Zustimmung des Kultusministeriums des Landes Thüringen möglich. Der Staat sponsert die Internatsplätze zu zwei Dritteln, die Eltern müssen nur ein Drittel der eigentlichen Kosten aufbringen.

Hatten Sie auch schon die Idee, eine Homepage für das Internat erstellen zu lassen?
Die Idee bestand von Anfang an. Jedoch kamen immer wieder andere und wichtigere Dinge auf uns zu, die Vorrang hatten.

Das Internatslogo lehnt sich, v.a. bei der Farbgebung an das Firmenlogo von Vacom an. Es ist in einem internatsinternen Wettbewerb von einer Schülerin entworfen wurden (Jessica Müller, Abi 2003). Als Prämie erhielt sie 100 DM.
Ich finde es auch heute noch beeindruckend, wie sie es geschafft hat, die Buchstaben ineinander zu schachteln.